Wer kennt eigentlich Marco Schreiber?

Sport ist Mord und für nichts in der Welt hätte Marco vor seinem 20. Lebensjahr die motorisierte Zweirad-Alternative zugunsten eines Radls getauscht. Doch der Sinneswandel kam rasch. Mit Anfang zwanzig tauschte er seine 80iger Zwiebacksäge gegen das erstes Bianchi Rennrad. Schnell kam die Erkenntnis, dass er sich auf der Straße nicht so wohl fühlt, wie im Unterholz. Und so musste rasch ein Mountainbike her. Sein damaliger Händler war bereit gegen ein Specialized Rockhopper zu tauschen. Federgabel und Dämpfung waren zu dieser Zeit noch nicht üblich. Trotzdem ergriff ihn der Mountainbike-Virus, was für die nächste spannende Wende in seinem Leben sorgte: Mit 23 bin ich von Amorbach Kreis Miltenberg wieder nach Geslau (Rothenburg ob der Tauber) gezogen und beginnt im 25 Kilometer entfernten Ansbach die Lehre zum Fahrradmechaniker bei der Firma Maicher. Der tägliche Arbeitsweg war das optimale Training für die ersten CrossCountry Rennen. Doch dem schlaksigen Hünen ereilt rasch die Selbsterkenntnis: es fehlt die Spritzigkeit für diese Art von Wettkampf! Seine Beharrlichkeit und Ausdauer sind jedoch die optimale Voraussetzung für Marathonrennen, die schließlich zu seiner Passion werden. Wenige Jahre später wurde der Arbeitsweg mit dem Wechsel zu „Rad und Tat“ nach Rothenburg zwar kürzer, doch das Trainingspensum nicht geringer. Der neue Kollege Andreas Hofmann wird Marcos langjähriger Marathonpartner und schließlich sein bester Freund. Quasi jedes zweite Wochenende verbringen sie auf den verschiedensten Mountainbike-Marathonveranstaltungen der Republik und im benachbarten Ausland.  

1999 müssen schließlich „richtige“ Berge für das Training her. Es folgt der Umzug mit dem alten Postbus Oldtimer nach Bad Tölz. In den Isar Winkler Werkstätten (IWW) baut Marco einen Fahrradladen mit geistig behinderten und schwer vermittelbaren Jugendlichen auf. Zwei Jahre später ergibt sich die Möglichkeit in Lenggries einen Fahrradladen zu übernehmen. Das ist die Geburtsstunde von Marco Schreibers eigenem Fahrradladen, der rasch zur lokalen Institution für Radsportbegeisterte heranwächst. Dominik Scherer wird erster Azubi, neuer Rennpartner und schließlich langjährigster Mitarbeiter. Mit Unterstützung der deutsche Bike-Schmiede Nicolai lassen sie sich ein Tandem zusammenschweißen, das übrigens immer noch als Relikt im Laden hängt, und bestreiten über 8 Jahre zahlreiche Rennen mit diesem. Selbst beim weltberühmten und als eines der härtesten Etappenrennen der Welt geltenden Cape Epic sind sie dabei. 

Das Marco und sein Team schrauben kann, spricht sich herum. Seit 2010 unterstützt er während der Wintermonate das Mountainbike Magazin BIKE und wird bei so manchem internationalen Rennen, wie dem Cape Epic, der Bike Transalp oder sogar im indischen Himalaya zum Hero MTB Himalaya und MTB Arunachal als Team-Mechaniker angefragt.

2016 zieht der Shop vom Bahnhof an die Bretonenbrücke - der RadlRasti hat eine neue Heimat gefunden – größer, übersichtlicher, aber weiterhin mit absoluter Verlässlichkeit und viel Hingabe für die Wehwehchen der Räder und Radler. 

Und was sagt der Rasti selbst: 

„Ich behaupte mal, dass ich handwerklich schon etwas kann und dafür sind mein Team und ich auch bekannt. Wir führen noch Reparaturen aus, wo andere Händler Neuteile verkaufen würden. Das wäre zwar wirtschaftlicher, doch sehe ich die Nachhaltigkeit im Vordergrund. Wer uns kennt, wird wissen, dass wir so schlecht „Nein“ sagen können und immer zu viele Reparaturen annehmen. Zugebenermaßen dauert es dadurch leider hin und wieder länger bis der Kunde sein Radl wieder hat. Doch wir arbeiten daran, dass unser Service der beste bleibt – nur schneller wird! Vielen Dank für euer Verständnis und ein großes Dankeschön an alle meine treuen Kunden!“

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